Nachhaltigkeit in Töpfen - Pöppelmann blue®

Dieser Beitrag wurde unter Blog abgelegt und mit Produkttipp, Recycling, Anzucht verschlagwortet am 24. Februar 2018 von Anja. ← vorheriger Beitrag nächster Beitrag →

Heute will ich Euch von einer Entdeckung auf der letzten Messe erzählen. Für uns Gartenliebhaber sind Umwelt- und Klimaschutz ja naturgemäß wichtige Themen. Und oft sind es nur kleine Dinge, die wir verändern müssen, um der Umwelt Gutes zu tun. Manchmal fehlt uns einfach das Wissen und wir sind überrascht, wie leicht wir Ressourcen schonen können. Also los - lass uns schlauer werden:

Wusstest Du schon…

...dass die neuen Töpfe der Reihe Pöppelmann blue® ausschließlich aus recyceltem Plastik bestehen? Meist aus Kunststoff-Abfällen aus der Industrie, vielleicht aber sogar aus dem Joghurtbecher, den Du leer gelöffelt und in die Gelbe Tonne geworfen hast? Wie das funktioniert? Komm mit auf einen kleinen Exkurs in die Welt der Müllverwertung, dann erfährst Du es.

Kunststoffmüll in Zahlen:

Im Jahr 2015 fielen rund 5,92 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle an. Davon stammen 2,955 Millionen Tonnen aus privaten Haushalten. 99 % des gesamten Plastikmülls wird wiederverwertet. Etwa die Hälfte wird recycelt, die andere Hälfte verbrannt. Diese Zahlen kannst Du in der Kurzfassung der Studie »Produktion, Verarbeitung und Verwertung von Kunststoffen in Deutschland 2015« (Link: http://www.bkv-gmbh.de/Studie.pdf) nachlesen.

Bleiben wir zunächst beim Joghurtbecher. Der landet in der Gesellschaft von kaputten Plastiktüten und Einwegflaschen bei einer Müllsortierungsanlage. Dieses Potpourri muss so sauber wie möglich voneinander getrennt werden, um hochqualitativen Rohstoff zur Herstellung neuer Produkte zu liefern. Nicht sortenrein sortierte Kunststoffe haben eine minderwertige Qualität und können mit neuem Plastik nicht konkurrieren. Noch immer wird die Hälfte unseres Kunststoffmülls lediglich thermisch wiederverwertet. Und das ist nur ein hübscherer Ausdruck für verbrannt. Was für eine Materialverschwendung!

Müllsortierung - wie funktioniert das überhaupt?

Vor gar nicht allzu langer Zeit sortierten Menschen den Müll. Zumindest in den meisten westlichen Ländern übernehmen heute ausgeklügelte und mit allerhand Computertechnik ausstaffierte Maschinen diesen unschönen Job. Dein Joghurtbecher und all der andere Müll werden grob gereinigt, auf ein Förderband gekippt und laufen einer Spezialkamera durch. Diese Kamera arbeitet mit dem sogenannten Nahinfrarotbereich, einem Teil des für uns unsichtbaren Infrarotlichts. Sie erkennt im Bruchteil einer Sekunde, um welchen Kunststoff es sich handelt – im Falle des Joghurtbechers wäre das wahrscheinlich Polypropylen (PP). Ein starkes Gebläse pustet den Becher nun gezielt zu den anderen PP-Abfällen. Das Recycling kann weitergehen.

So funktioniert die NIR-Spektroskopie

Das menschliche Auge erkennt nur Licht mit Wellenlängen zwischen 400 und 700 Nanometern. Die Wellen von Nahinfrarotstrahlen sind mit 800 bis 2500 Nanometer länger und für uns unsichtbar. Fällt dieses Licht auf einen Gegenstand, etwa einen weggeworfenen Joghurtbecher, so absorbiert dessen Material einen Teil des Lichts, der Rest wird reflektiert und von einem Sensor erfasst. Die Molekülstruktur bestimmt, welche Wellenlängen reflektiert und welche aufgenommen werden. Je nach Material entsteht ein spezifisches Muster.

Die NIR-Spektroskopie wird nicht nur zur Kunststofftrennung genutzt. Mit ihrer Hilfe können landwirtschaftliche Produkte auf ihre Inhaltsstoffe analysiert oder der Sauerstoffgehalt Deines Blutes verletzungsfrei bestimmt werden.

Nehmen wir nun an, Du schmeißt statt des Joghurtbechers einen Blumentopf weg. Der besteht aus dem gleichen Material, ist in unserem Beispiel aber nicht weiß oder terrakottafarben, sondern schwarz. Das ist ein Problem, denn die Rußteilchen, die dem Topf seine Farbe verleihen, schlucken die NIR-Strahlen ganz einfach, anstatt sie zu reflektieren. Die Hochleistungskamera kann den Topf nicht sehen und darum auch nicht sortieren. Und so landen schwarze Kunststoffabfälle aus Haushalten, dem Gartenbau oder auch der Automobilindustrie vermehrt in Verbrennungsöfen oder auf Deponien, anstatt wiederverwertet zu werden.

Und darum ist der neue Recyclingtopf von Pöppelmann blau. Zwar arbeiten viele Forscher daran, neue Technologien zur Müllsortierung zu entwickeln, doch wie lange wird es noch dauern, bis ein neues System serienreif ist? Und wie viel Material wird bis dahin verbrannt? Genau.

 

Gutes Gewissen mit dem Pöppelmann blue®

Wenn Du einen Topf der Reihe Pöppelmann blue® kaufst, kannst Du absolut sicher sein, dass nur recycelte Kunststoffe verwendet wurden, um ihn zu produzieren. Denn lediglich Farbe und Zusatzstoffe (sprich: Additive) kommen hinzu. Momentan werden die meist verkauften Töpfe der VCH- und VCG-Reihe aus dem neuen Material gefertigt. Weitere Produkte folgen bald.

 

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Die Firma Pöppelmann TEKU verarbeitet seit Jahren recycelte Kunststoffe (im Fachjargon Post-Consumer- bzw. Post-Industrial-Rezyklat genannt), um Pflanzgefäße herzustellen. Doch erst mit dem neuen Topf setzt das Unternehmen die Idee eines geschlossenen Kreislaufs konsequent um. Indem Du einen solchen Topf kaufst, schonst Du fossile Rohstoffe und unterstützt die Wiederverwertung Deines Mülls. Je mehr Leute mitmachen, desto besser!

Ist Dein blauer Pöppelmann-Topf kaputt, schmeißt Du ihn einfach in die Gelbe Tonne. Jede Müllsortierungskamera wird ihn erkennen. Aus seinem geschredderten Material entsteht ein neuer Topf oder irgendein anderes Produkt. Der Kreis schließt sich.

 

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Eine gute Idee, oder? Und Du kannst mitmachen, denn bei uns bekommst Du die umweltfreundlichen Töpfe in Kleingärtner-freundlichen Packungen.

 

Viel Spaß damit!

 

Deine Anja

 

Anja Engel

Anja leitet nicht nur den Grünbedarf E-Commerce, sondern lässt Dich in ihrem Blog teilhaben an ihrer großen Begeisterung für alles, was grünt – egal ob auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten. Freu Dich auf Tipps, Anregungen und Themen rund um die Pflanzenwelt.

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