Gartentipp 12 - Warum der Kürbis auf dem Kompost nichts zu suchen hat

Dieser Beitrag wurde unter Gartentipps abgelegt und mit Gemüse, Tipps verschlagwortet am 28. März 2017 von Gruenbedarf. ← vorheriger Beitrag nächster Beitrag →

Noch immer empfehlen viele Gartenratgeber, Kürbispflanzen auf dem Kompost anzubauen. Dort sollen sie im Sommer mit ihren großen Blättern den Kompost beschatten, damit die Regenwürmer darin nicht überhitzen und das Substrat nicht austrocknet. Warum Du besser einen anderen Standort für Deine Kürbisse wählst? Ganz einfach...

Kürbisse sind Starkzehrer und haben einen großen Nährstoffbedarf. Kein Wunder, irgendwo muss das Material für die riesigen Blätter und Früchte ja herkommen. Bepflanzt Du Deinen Kompost mit Kürbissen, holen sich die hungrigen Wurzeln ihre Nährstoffe daraus – und die fehlen, wenn Du mit der fertigen Komposterde den Boden verbessern willst. Gleichzeitig saugt der Kürbis das Wasser aus dem Kompost heraus und genau das wolltest Du doch vermeiden.

kuerbispflanze im garten

Kürbisse selbst anbauen - so geht's richtig

Also, decke den Komposthaufen lieber mit atmungsaktivem Vlies ab oder lege ihn gleich an einem möglichst schattigen Plätzchen an. Den Kürbis setzt Du an eine Stelle, an der er sich ungehindert ausbreiten kann und viel Sonne abbekommt. Da die Pflänzchen sehr frostempfindlich sind, ziehst Du sie am besten im Haus vor. Ab Mitte Mai (sobald die Eisheiligen vorbei sind) dürfen sie dann in den Garten umziehen. Wohnst Du in einer warmen Gegend, ist auch Direktsaat möglich. Bei der Saatbettbereitung arbeitest Du Hornspäne, Komposterde oder einen anderen stickstoffhaltigen organischen Dünger in den Boden ein. Kürbisse mögen humusreichen Boden. Eine schwarze Mulchfolie tut den wärmeliebenden Pflänzchen gut und erleichtert Dir das Unkrautmanagement. Den hohen Kaliumbedarf der rasant wachsenden Pflanzen deckst Du mit einem hochwertigen kaliumbetonten Volldünger.

Der Anbau von Hokkaido, Butternut & Co. ist nicht schwer und gelingt Dir bestimmt. Schenke Deinen Pflanzen etwas Pflege und Dünger und sie werden Deine Mühe mit leckeren Früchten belohnen. Willst Du eine herbstliche Suppe kochen oder mit den Kindern gruslige Kürbisfratzen schnitzen? Mit selbst gezogenen Kürbissen macht das besonders viel Spaß. Und das ganz ohne Nährstoffeinbußen Deines wertvollen Komposthaufens!

prachtvolle kuerbisse im garten

2 Kommentare zu „Gartentipp 12 - Warum der Kürbis auf dem Kompost nichts zu suchen hat“

  • Monika Matting
    Monika Matting 9. Oktober 2018 um 18:07

    Wir haben Kürbise auf dem Kompost gepflanzt, die dann einen Pilz auf den Blättern entwickelt haben. Kann man die Komposterde noch verwenden??? Gruß Monika

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    • Anja

      Deine Kürbispflanze hat vermutlich Mehltau. Das kommt relativ häufig vor. Die Komposterde kannst Du trotzdem verwenden. Aber: Wie Du in unserem Tipp lesen konntest, war es nicht optimal, den Kürbis auf den Kompost zu pflanzen. Such Dir besser für nächstes Jahr einen anderen Platz aus. Beste Grüße / Anja vom Team gruenbedarf.de

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