Gartentipp 10 - Verdichteten Boden auflockern

Dieser Beitrag wurde unter Gartentipps abgelegt und mit Boden, Tipps verschlagwortet am 19. März 2017 von Gruenbedarf. ← vorheriger Beitrag nächster Beitrag →

Ein verdichteter Gartenboden ist echt ärgerlich und betrifft vor allem Gärten neuangelegter Wohnsiedlungen. Wie schnell ein Boden verdichtet, hängt von seiner Struktur ab. Böden mit einem hohen Ton- und Lehmgehalt verdichten besonders schnell, da sie aus kleineren Partikeln bestehen und dadurch leichter zusammengedrückt werden können. Sandige Böden sind stabiler und nicht so gefährdet.

Ist Dein Boden betroffen? Dieser einfache Test zeigt es Dir:

Um herauszufinden, was für einen Boden Du hast, nimmst Du eine Handvoll Erde in die Hand. Forme eine Kugel daraus und rolle sie anschließend wurstförmig aus. Je besser sich die Erde formen lässt, desto lehmhaltiger ist der Boden. Zerkrümelt die Wurst, ist Dein Boden eher sandig. Wenn nach dem Regen das Pfützen auf der Bodenoberfläche stehen, ist das ein Zeichen für Verdichtungen – schließlich fehlen grobe Poren, die das Wasser in tiefere Schichten leiten. Dieses Phänomen kannst Du gut in der Fahrspur von Äckern beobachten. Einen verdichteten Boden können Pflanzen nur schlecht durchwurzeln. Kümmern Deine Pflanzen vor sich hin oder erntest Du im Herbst auffällig kurze Möhren, deutet das ebenfalls auf einen zu dichten Boden hin. Pflanzen mögen krümelige, gut durchlüftete und lebendige Böden, in denen sie ihre Wurzeln ungehindert ausbreiten können. Die gibt es zwar nicht überall, doch mit ein paar Maßnahmen stabilisierst Du die Bodenstruktur in Deinem Garten nachhaltig – wir zeigen Dir, wie's geht!

So verbesserst Du den Boden in Deinem Garten

  1. Boden auflockern, aber bitte schonend!

    Umgraben stellt das Bodenleben auf den Kopf, ist aber bei kranken, verdichteten Böden erlaubt. Arbeite Quarzsand und Kompost in den Boden ein, um Regenwürmer und andere hilfreiche Lebewesen anzulocken. Sie werden Deinen Boden besser durchlüften, als Du es mit Deinem Spaten hinbekommst. Gleichzeitig reichern sie ihn mit Nährstoffen an und helfen ihm, sein Gleichgewicht zurückzuerlangen. Sobald Dein Boden eine Humusschicht entwickelt, lockerst Du ihn besser mit der Grabegabel oder einer Hacke auf. Umgraben wäre jetzt kontraproduktiv.

  2. Nutze die Kraft der Pflanzen und säe Gründünger aus

    Gut geeignet sind Mischungen, die Klee, Phacelia, Lupinen oder Gelbsenf enthalten. Mit ihren kräftigen Wurzeln lockern sie den verdichteten Boden auf. Außerdem halten sie Nährstoffe im Boden und unterdrücken Unkraut. Auch Ringelblumen, Tagetes und Kapuzinerkresse sind Meister im Bodenlockern und ziehen unerwünschte Mikroorganismen aus Verkehr. gruenduengung mit phacelia

  3. Verwende organischen Dünger

    Die meisten Bio-Gärtner verwenden Hornspäne, Du kannst auch auf fertige Dünger oder Bodenaktivatoren zurückgreifen. Sie dienen den Bodenlebewesen als Futter, regen die Humusbildung an und erhöhen langfristig den Anteil organischer Substanz in Deinem Boden.

  4. Lauf nicht auf nassem Boden herum!

    Besonders, wenn Dein Gartenboden einen hohen Lehm- oder Tongehalt aufweist, solltest Du nach dem Regen auf den Wegen bleiben und die Beete nicht unnötig betreten. Dein Körpergewicht reicht aus, um den Boden partiell zu verdichten. Warte also lieber, bis der Boden abgetrocknet ist – auch wenn's schwer fällt.

  5. Hab Geduld - mit Dir und Deinem Boden

    Die wichtigste Eigenschaft eines Gärtners ist nicht etwa der berühmte 'grüne Daumen'. Geduld muss ein Gärtner mitbringen. Und das gilt auch hier, beim Boden auflockern. Mit einmal Umgraben oder Gründüngung aussäen wird es nicht getan sein.

Bleib dran, tu dem Boden immer mal wieder etwas Gutes - das macht mehr Sinn, als eine Hauruck-Aktion. Mit der Zeit wird sich die Bodenstruktur verbessern.

2 Kommentare zu „Gartentipp 10 - Verdichteten Boden auflockern“

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