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Gartentipp 20 - Bodenpflege im Herbst

Dieser Beitrag wurde unter Gartentipps abgelegt und mit Boden, Natürlich Gärtnern, Herbst verschlagwortet am 20. Oktober 2017 von Gruenbedarf. ← vorheriger Beitrag nächster Beitrag →

Was tun für einen fruchtbaren Boden im nächsten Jahr?

Wenn Du im Frühling die ersten Beete bestellst, sollen Deine Pflanzen natürlich einen optimalen Start haben: Bodenfruchtbarkeit ist das Stichwort. Wie pflegst Du Deinen Boden, damit er im Frühling schon alle Nährstoffe enthält, ohne dass Du erst zur Düngertüte greifen musst? Gibt es ein spezielles Mittel, mit dem Du den Boden über Winter mit Nährstoffen anreichern kannst? Und was hat der Pferdemist im Frühbeet verloren? Mit diesen Fragen wollen wir uns jetzt beschäftigen.

Woran erkennst Du einen fruchtbaren Boden?

Zunächst einmal ein paar grundlegende Worte zum Thema Bodenfruchtbarkeit: Einen fruchtbaren Boden erkennst Du an seiner lockeren, krümeligen Struktur und seinem angenehm-erdigen Geruch. Er ist leicht zu bearbeiten, nimmt Regenwasser auf, puffert Säuren ab, speichert Pflanzennährstoffe und CO2 und beherbergt unzählbar viele Lebewesen vom Einzeller bis zum Regenwurm. In einem Würfel Boden mit 10 Zentimetern Kantenlänge befinden sich – abhängig von der Bodenqualität – bis zu 10 Milliarden Bodenlebewesen. Ein fruchtbarer Boden ermöglicht Deinen Pflanzen ein vitales und gesundes Wachstum, indem er sie mit Wasser, Nährstoffen und Sauerstoff versorgt.

Bevor Du überhaupt irgendwelchen Dünger ausbringst, lässt Du Deinen Boden im Labor untersuchen. Dann weißt Du, wie es um seine Nährstoffgehalte bestellt ist, welche Speicher voll sind und welche Du auffüllen musst. Wenn Du schnell wissen möchtest, wie es Deinem Boden geht, kannst Du den pH-Wert testen. Der gibt Dir erste Einblicke in den Zustand Deines Gartenbodens, kann eine ausführliche Bodenanalyse aber nicht ersetzen.

Im Herbst haben mineralische Dünger im Garten nichts mehr verloren. Davon ausgenommen sind spezielle Herbstdünger für den Rasen. Die darfst Du, wenn das Wetter mitspielt, bis Mitte November ausbringen. Alle anderen Pflanzen brauchen im Herbst keinen Dünger mehr (und vor allem keinen schnell wirksamen, stickstoffhaltigen Mineraldünger), da sie jetzt in die Winterruhe gehen. Organische Dünger enthalten viel weniger Stickstoff und wirken langsamer, dennoch solltest Du sie umsichtig und verantwortungsvoll einsetzen.

Wie kannst Du die Bodenfruchtbarkeit verbessern?

Sehen wir uns nun an, mit welchen Mitteln Du im Herbst Deinen Boden pflegen und seine natürliche Fruchtbarkeit fördern kannst.

Kompost

Kompost regt das Bodenleben an, erhöht den Humusgehalt und verbessert die Bodenstruktur sowie den Wasser- und Lufthaushalt des Bodens. Auf leeren Beeten verteilst Du grob verrotteten, etwa sechs Monate alten Kompost. Damit die darin arbeitenden Organismen genug Sauerstoff bekommen, darfst Du ihn nicht oder nur leicht einarbeiten. Sonst fault er. Verwende einen bis drei Liter Kompost pro Quadratmeter. Die genaue Aufwandmenge orientiert sich am Phosphatbedarf der Pflanzen, die Du im nächsten Jahr auf der gemulchten Fläche anbauen willst. Falls Du welches hast, bestreust Du die fertige Kompostschicht mit Obstbaumlaub. Im Frühling wirst Du darunter einen warmen und fruchtbaren Boden vorfinden.

Pferdedung

Für viele Gärtner ist Pferdedung der ultimative Dünger und Bodenverbesserer in einem. Pferdemist, also die mit Einstreu vermengten Exkremente der Tiere, dient den großen und kleinen Bodenbewohnern als Nahrung. Sie wandeln den Dung in Humus um und machen die darin enthaltenen Nährstoffe pflanzenverfügbar. Pferdedung enthält mehr Stickstoff als Kompost, darum verwendest Du ihn am besten für die Beete, auf denen Du Starkzehrer anbauen willst. Verteile ihn mit einer Gabel auf dem Boden und verzichte aufs Einarbeiten, damit er nicht fault. Je mehr Stroh der Mist enthält, desto langsamer verrottet er. Weil dabei viel Wärme entsteht (die sogenannte Heißrotte), eignet sich frischer Pferdemist gut, um den Boden in Frühbeeten und Gewächshäusern zu erwärmen.

Stelle Dich auf erhöhtes Unkrautzupfen ein! Pferde sind keine guten Futterverwehrter und es kann sein, dass unverdaute Haferkörner und Queckensamen in Deinem Beet zu neuem Leben erwachen. Bepflanzte Beete sowie Gehölze und Obstbäume düngst Du im Herbst mit abgelagertem Pferdemist. Der verbrennt die Wurzeln nicht, die Nährstoffverluste sind geringer und er stinkt nicht mehr so sehr.

Du kannst abgelagerten Pferdedung bei uns kaufen oder selbst kompostieren. Pferdemist darf nicht auf gefrorenen, mit Schnee bedeckten oder wassergesättigten Böden ausgebracht werden. Vom 15. Dezember bis 15. Januar darfst Du laut Düngeverordnung nicht mit Kompost, sowie Festmist von Huf- und Klauentieren (das schließt auch Pferdedung ein!) düngen.

 

pferdemist als bodenverbesserer grünbedarf gartentipp

 

Herbstlaub

Wenn im Herbst die Blätter fallen, greifen viele Gärtner zum Laubbesen, um ihren Garten rein zu halten. In der freien Wildbahn macht das auch keiner! Herbstlaub ist hervorragendes und noch dazu kostenloses Mulchmaterial. Wenn Du es wegwirfst, gehen die darin enthaltenen Nährstoffe Deinem Boden verloren und Du musst sie mit Dünger ersetzen. Da ist es doch viel leichter, wenn Du das Laub einfach auf die Beete kehrst (vom Rasen muss es natürlich runter!) und dort die Bodenlebewesen ihre Arbeit tun lässt. Die bunten Blätter isolieren den Boden, schützen Deine Pflanzen vor Frost und dienen vielen Insekten als Winterquartier. Überschüssiges Laub kommt auf den Komposthaufen.

Selbstverständlich solltest Du ausschließlich gesundes Laub verwenden. Infizierte Blätter gehören in die Mülltonne. Manche Gärtner empfehlen Buchenlaub als besonderen Geheimtipp. Die Blätter von Walnuss, Magnolie, Platane, Kastanie verrotten langsam. Sie wirken sauer und eignen sich nicht für alle Pflanzen. Gehäckselt verwendest Du sie für Deine Moorbeetpflanzen, um den pH-Wert des Bodens zu senken.

 

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Gründüngung

Über Gründüngung haben wir schon einen Gartentipp veröffentlicht, den findest Du hier.

Die Gründüngung ist nichts anderes als eine lebende Mulchdecke. Sie besteht aus bestimmten, schnell wachsenden Pflanzenarten, die Du im Sommer als Zwischenfrucht oder im Herbst als Bodenkur aussäst. Während der kalten Jahreszeit verhindert die geschlossene Pflanzendecke Bodenerosion und Verschlämmung und unterdrückt Unkraut. Nicht winterharte Arten erfrieren beim ersten Frost und bleiben als natürliche Mulchschicht auf dem Boden liegen. Sollte Deine Gründüngung in milden Wintern zu blühen beginnen, mähst Du sie mit der Sense ab, damit sich die Pflanzen nicht aussamen.

Einige als Gründünger verwendete Pflanzen haben Pfahlwurzeln oder ein ausgedehntes Wurzelsystem, mit dem sie den Boden tiefgründig auflockern und mit organischer Substanz anreichern. Sie verbessern das Bodenleben und die Struktur des Bodens. Der Bewuchs hält überschüssige Nährstoffe fest, die andernfalls ausgewaschen würden. Verschiedene Leguminosen-Arten sind als Gründüngung sehr beliebt. Sie leben in Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien und reichern dadurch den Boden mit pflanzenverfügbarem Stickstoff an.

Möchtest Du Gründüngung säen, dann beachte unbedingt die Fruchtfolge! Pflanzen, die zur gleichen Familie gehören, dürfen nicht direkt vor- oder nacheinander auf der gleichen Fläche wachsen. Das ist besonders bei Kreuzblütlern wichtig, um der gefürchteten Kohlhernie ein Schnippchen zu schlagen.

 

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Die folgenden Pflanzen kannst Du bis in den Herbst hinein zur Gründüngung säen:

Blaue Lupine (bis Anfang September): Leguminose, wurzelt bis zu zwei Meter tief, kann starke Verdichtungen aufbrechen.

Landsberger Gemenge (bis Mitte September): Mischung aus Zottelwicke, Inkarnatklee (Leguminose) und Welschem Weidelgras. Gute Vorfrucht für Möhren und Kartoffeln, hinterlässt einen lockeren Boden, Stickstoffsammler.

Phacelia (bis Ende Anfang Oktober): passt gut in die Fruchtfolge, schließt organisch gebundenes Phosphat auf, unterdrückt Unkräuter, hemmt Nematoden, bei früher Saat hervorragende Bienenweide.

Zottelwicke (bis Anfang Oktober): Leguminose, winterhart, bildet weitreichendes Wurzelsystem, reichert den Boden mit leicht verrottender organischer Substanz an, gute Vorfrucht für Porree und Rosenkohl, nicht für schwere Böden geeignet, gut mit Winterroggen kombinierbar.

Waldstaudenroggen (bis Anfang Oktober): alte Getreidesorte, winterhart, passt gut in die Fruchtfolge, tiefe Durchwurzelung des Bodens, schnelles Wachstum bei Trockenheit.

Feldsalat (bis Anfang Oktober): passt gut in die Fruchtfolge, winterhart, tiefe Durchwurzelung des Bodens, geringer Stickstoffbedarf.

Wintererbsen, Schmetterlingsblütler (bis Ende Oktober): Leguminose, unterdrückt Unkraut, hinterlässt einen krümeligen und gut durchwurzelbaren Boden.

Dinkel (bis Anfang Dezember): winterhart, passt gut in die Fruchtfolge, für schwere Böden geeignet.

 

Gar nicht so kompliziert, oder? Schreib uns, welche Methode Du in Deinem Garten anwendest!

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